EIN EINFACHER UNFALL (Start am 8.1.)
Der Cannes-Gewinner 2025. In Jafar Panahis (TAXI TEHERAN) Roadmovie-Kammerspiel muss eine Gruppe Überlebender entscheiden, was sie mit ihrem ehemaligen Folterer anstellen – und ob der Mann überhaupt derjenige ist, für den sie ihn halten.
SILENT FRIEND (Start am 15.1.)
Ildikó Enyedi (KÖRPER UND SEELE) versucht in ihrem neuen Film nichts weniger, als von und auch aus einem vor-menschlichen, über-menschlichen Bewusstsein zu erzählen. Ein Ginkgobaum und eine Geranie spielen tragende Rollen.
HAMNET (Start am 22.1.)
Chloé Zhao (NOMADLAND) hat genug von dezenter Zurückhaltung und schweigsamen Hauptpersonen. In HAMNET spielen Jessie Buckley und Paul Mescal als Agnes und William Shakespeare gegen die Verzweiflung - und um einen Oscar - an.
LESBIAN SPACE PRINCESS (Start am 22.1.)
Knallige Zuckerwattefarben, lesbische Prinzessinnen, Aliens, Action, Sex ... Im Teddy-Gewinner der letzten Berlinale muss die schüchterne Prinzessin Saira ihre Ex-Freundin, die Kopfgeldjägerin Kiki, aus den Fängen der „Straight White Maliens“ befreien.
DIE STIMME VON HIND RAJAB (Start am 22.1.)
Am 29. Januar 2024 wird in Gaza-Stadt ein Auto beschossen. Ein Mädchen überlebt und telefoniert über Stunden mit den hilflosen Rettungskräften. Kaouther Ben Hania (OLFAS TÖCHTER) hat die Tonaufzeichnung nicht mehr losgelassen, und sie hat das Originaldokument mit Spielszenen in der Notfallzentrale des Roten Halbmonds ergänzt.
LITTLE TROUBLE GIRLS (Start am 29.1.)
Es passiert nicht viel an dem Sommerwochenende, von dem Urška Djukić in ihrem ersten Langfilm erzählt, und dennoch findet eine seismografische Verschiebung im Leben von Lucia statt. Perfekt fängt der Film den Moment ein, an dem sich vages sexuelles Empfinden zu konkretisieren beginnt.
NO OTHER CHOICE (Start am 5.2.)
In Park Chan-wooks (DIE TASCHENDIEBIN, OLD BOY) neuer Satire versucht ein gekündigter leitender Angestellter, einen neuen Job zu finden, der seinen angenehmen Lebensstil finanziert. Als das immer aussichtsloser wird, beginnt er, konkurrierende Bewerber aus dem Weg zu räumen.
WUTHERING HEIGHTS (Start am 12.2.)
Bereits im Vorfeld hat Emerald Fennells (PROMISING YOUNG WOMEN, SALTBURN) Verfilmung von Emily Brontës Meisterwerk Staub aufgewirbelt: Margot Robbie sei zu alt, um die Teenagerin Cathy zu spielen, Jacob Elordi zu weiß für ihren Lover Heathcliff. Das Material, das bisher zu sehen war, erinnert in seiner brachial-krachigen Ästhetik an „Fackeln im Sturm“ und verspricht keine werkgetreue, aber unterhaltsame Variante der gothic Liebesgeschichte.
SOULEYMANS GESCHICHTE (Start am 19.2.)
Boris Lojkines Drama um einen Fahrradkurier im Stress, der auf die Bewilligung seines Asylantrags hofft, ist in den Straßen von Paris teils ohne Genehmigung gedreht und spannend wie ein Thriller.
FATHER MOTHER SISTER BROTHER (Start am 26.2.)
Jim Jarmuschs Episodenfilm spielt in Paris, in Dublin und irgendwo in den USA und erzählt dreimal von Kindern, die ihre Eltern besuchen – von den Lücken im Gespräch, von den Geheimnissen und kleinen Ressentiments. Mit Tom Waits, Vicky Krieps, Cate Blanchett …
MARTY SUPREME (Start am 26.2.)
Timothée Chalamet ist Marty, ein ehrgeiziger Tischtennisspieler, der in einem megahektischen Safdie-Szenario gefangen ist. Er braucht Geld, um an der Meisterschaft in Japan teilnehmen zu können, aber jeder seiner Pläne geht katastrophal schief. Kinetisches Kino. Zum Trailer (Englisch).
GELBE BRIEFE (Start am 5.3.)
İlker Çatak (DAS LEHRERZIMMER) hat einen neuen Film gedreht. Noch hat niemand den Film gesehen. Bekannt ist so viel: Derya und Aziz arbeiten in Ankara als erfolgreiches Regieduo am Theater. Sie haben eine 13-jährige Tochter. Dann werden sie als Staatsfeinde verklagt, verlieren Arbeit und Job, und auch der Familienfrieden wackelt.
THE CHRONOLOGY OF WATER (Start am 5.3.)
Kristen Stewart hat ihren ersten Film als Regisseurin gedreht und die Memoiren der US-amerikanischen Autorin und Schwimmerin Lidia Yuknavitch verfilmt. "Stewart trifft hier mutige Entscheidungen und weigert sich, die scharfen Kanten zu glätten, während sie zugleich die Erzählung so strukturiert, dass wir nicht in Verzweiflung verfallen.", schreibt das TIME Magazine. Zum Trailer (Englisch):
NOUVELLE VAGUE (Start am 12.3.)
Richard Linklater hat den Filmdreh von Jean-Luc Godards AUSSER ATEM verfilmt. Eine liebevolle und fröhlich stimmende Hommage an eine lebhaftere und entspanntere und komplett analoge Zeit.
THE TESTAMENT OF ANNE LEE (Start am 12.3.)
Mona Fastvold und Brady Corbet sind ein Ehepaar und auch auf Arbeit Partner: Fastvold hat am Drehbuch von THE BRUTALIST mitgeschrieben. Nun ist sie die Regisseurin und er Co-Autor bei einem wagemutigen Projekt: einem Musical über die Gründerin der Shaker-Sekte mit Amanda Seyfried in der Hauptrolle. Zum Trailer (Englisch).
ALPHA (Start am 2.4.)
Julia Ducournau (RAW, TITANE) begibt sich in neue Abgründe. Der Albtraum beginnt mit einem Tattoo, das sich die 13-jährige Alpha von einem Freund stechen lässt. Danach zeigt sie Anzeichen einer fiesen Krankheit. Zum Trailer (Französisch mit englischen UT).
ALLEGRO PASTELLl (Start am 16.4.)
Anna Roller (DEAD GIRLS DANCING) hat Leif Rands faszinierend unterkühlten Millennial-Roman über unterkühlte Millennials, die eine unterkühlte Fernbeziehung führen, verfilmt. Leif Rand hat selbst das Drehbuch geschrieben.
THE LOVE THAT REMAINS (Start am 18.6.)
Hlynur Pálmason hat das Porträt einer Familie am Rande der Welt gedreht. In der isländischen Einöde leben eine Künstlerin und ein Fischer mit ihren Kindern ein Leben, das zunächst paradiesisch erscheint. Der Trailer (Englisch) ist sehr charmant.
DIE ODYSSEE (Start am 16.7.)
Dass Christopher Nolan die Odyssee verfilmt, hat sich herumgesprochen, und es gab auch schon die ersten Internet-Debatten über historische Korrektheit. Zur Starbesetzung gehören Matt Damon, Anne Hathaway, Tom Holland, Zendaya und Charlize Theron und gerade eben ist der erste Trailer (Englisch) veröffentlicht worden.