Le voyage de Maryam – The Journey of Maryam

Regie
Sepideh Farsi
Laufzeit
82 min.
Jahr
2003

Ohne Drehbuch reiste Farsi nach Teheran und zeigte Passanten ein Foto ihres Onkels, als wäre er ihr leiblicher Vater. Was diese Doku-Fiktion über ihre formale Originalität hinaus auszeichnet, ist ihre politische Dimension und ihr Porträt der Gegenwart. Farsi betonte, dass es kein Zufall sei, dass afghanische Geflüchtete in dem Film vorkommen oder dass Frauen auf eine bestimmte Art und Weise dargestellt werden: „Es ist wirklich eine Momentaufnahme des Landes, die hinter den Kulissen entstanden ist. Meine Filme sind niemals losgelöst von der sozialen Realität.“ Das Ergebnis ist eine Auseinandersetzung mit Identität und Exil und zugleich ein intimes Porträt von Teheran, einer Stadt, die Maryam kaum wiedererkennt und in der die Suche nach ihrem Vater zu einer Suche nach ihrer eigenen Identität wird.

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