Ghost in the Cell

Regie
Joko Anwar
Cast
Abimana Aryasatya, Endy Arfian, Bront Palarae
Laufzeit
106 min.
Jahr
2026

Ein Hochsicherheitsgefängnis unter der Fuchtel eines tyrannischen Aufsehers wird von einer grauenhaften Mordserie erschüttert. Die Leichen werden kunstvoll und makaber drapiert. Wer ist der Täter? Wer das nächste Opfer? Hilflos ausgeliefert flüchten sich die Häftlinge in spontane Tanzduelle, unerwartete Gebete, wilde Faustkämpfe und Kierkegaard-Beschwörungen. Sie überwinden ihre Gang-Rivalitäten, um gemeinsam das Mordmotiv zu ergründen und den unsichtbaren Feind, der nicht von dieser Welt scheint, zu besänftigen. Indonesiens Genre-Magier Joko Anwar inszeniert Ghost in the Cell als fröhlich-groteske, in mehrfacher Hinsicht entwaffnende Horror-Komödie, in der es von schrägen Typen kurz vor dem Nervenzusammenbruch nur so wimmelt. Ein raffinierter Balanceakt zwischen Leichtigkeit und brutaler Gewalt, bei dem das Lachen schon mal im Hals stecken bleibt. Durch vehementen Einsatz der Grundfarben verleiht Anwar seinem zwölften Spielfilm die Wucht eines Gemäldes. Mit respektlos-politischem Touch durch die Anspielungen auf Ausbeutung und Korruption ist Ghost in the Cell dennoch kein „Horror mit gehobenem Anspruch“, sondern pure, entfesselte Lust am Genre. Ein Feuerwerk! (Berlinale)

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