
Das falsche Wort
- Regie
- Katrin Seybold
- Cast
- Thomas Münz, Melanie Spitta
- Laufzeit
- 83 min.
- Jahr
- 1987
Erstmals in der Geschichte der BRD thematisierte der Film 1987 das ganze Ausmaß der Verfolgung der deutschen Sinti durch die Nationalsozialisten und nahm dabei die Perspektive der Sinti selbst ein. Die Regisseurinnen Sintizze als Zeitzeuginnen zu Wort kommen, die über die NS-Zeit – über Deportation, Lagerleben und Zwangsterilisation – sprechen und über Erfahrungen von Ignoranz und Diskriminierung in der Bundesrepublik. Fast 40 Jahre später hat der Film nichts von seiner Aktualität verloren. Der Völkermord an den Sinti und Roma ist zwar längst anerkannt und inzwischen auch umfassend dokumentiert. Das Wissen um die Verbrechen, aber vor allem um deren bis heute nachwirkenden Folgen im Leben der Nachfahren der Opfer hat allerdings nur eine sehr dünne Schicht im Bewusstsein der Mehrheitsbevölkerung erreicht.
Melanie Spitta (1946 – 2005) war eine Überlebende des Völkermordes an den Sinti und Roma. Sie engagierte sich als Bürgerrechtlerin für die Gleichstellung der Frauen unter den Sinti und in der gesamten Gesellschaft. war als Beraterin und Publizistin tätig und die erste deutsche Sinteza, die Filme realisierte. Sie war mit Arnold Spitta verheiratet, einem Enkel des ehemaligen Bremer Bürgermeisters Theodor Spitta. (City 46)


