Sonnensucher

Regie
Konrad Wolf
Cast
Ulrike Germer, Günther Simon, Erwin Geschonneck
Laufzeit
114 min.
Jahr
1958

1950 – die DDR feiert ihren ersten Jahrestag. Auf einem Bauernhof missbraucht, flieht die junge Waise Lutz nach Berlin. Dort wird sie von der Polizei aufgegriffen und schließlich mit der Prostituierten Emmi in die Wismut-Bergwerksgesellschaft zwangsverpflichtet, wo „Sonnensucher“ unter sowjetischer Leitung Uran abbauen.
SONNENSUCHER beschreibt realistisch und atmosphärisch dicht die Gründerjahre im Uranbergbau als Schmelztiegel, in dem Zwangsverpflichtete, ehemalige Nazis, heimatlose Abenteurer*innen und Leute, die einfach viel Geld verdienen wollen, aufeinandertreffen – stellvertretend für alle arbeitenden Menschen in der DDR. „Die neue, dem Sozialismus zustrebende Gesellschaft in Aktion“ (Konrad Wolf) wird hier bildhaft und fesselnd erzählt. Da der Film bei seiner Fertigstellung nicht mehr zur außenpolitischen Abrüstungsstrategie der Sowjetunion passte, wurde er erst 1972, zum 25-jährigen Jubiläum der „Wismut“, öffentlich gezeigt. (Filmhaus Nürnberg)

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