Serê Kaniyê

Regie
Olmo Couto
Laufzeit
63 min.
Jahr
2025

Drei Frauen sind die Hauptprotagonistinnen dieses Films. Sie sind beteiligt am Aufbau einer selbstbewussten Zivilgesellschaft in der Stadt Serê Kaniyê im syrisch-türkischen Grenzgebiet. Surya hat mit den YPJ, den kurdischen Frauenverteidigungseinheiten, gekämpft. Sie ist jetzt zwar, wie sie selber sagt, »alt und müde«, bleibt aber weiterhin vergnügt und unbeugsam der Sache verpflichtet, etwa indem sie arabischen und kurdischen Frauen den Umgang mit der AK-47 zeigt. Diya hat während der Schreckensherrschaft des IS jezidische Frauen beschützt. Dilan ist eine Internationalistin, die als Sanitäterin in Serê Kaniyê arbeitet.
Im Anschluss an die Vorführung sprechen wir mit unseren Gästen aus der Filmkommune Rojava über den Film und die Lage in Nordostsyrien; darüber, welche Rolle Film zwischen Erinnerungskultur und Repräsentationspolitik spielen kann und wie Kino in einem gesellschaftlichen Umfeld, das trotz des feministischen Charakters der Revolution noch weitgehend patriarchal ist, einen öffentlichen Raum für alle schaffen kann. (Metroplis Hamburg)

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