
Naza
- Regie
- Yuval Abraham, Rachel Szor
- Laufzeit
- 80 min.
- Jahr
- 2026
- Sprache
- Englisch, Hebräisch
Die israelischen Filmemacher*innen Yuval Abraham und Rachel Szor, die bereits NO OTHER LAND zusammen realisiert haben, haben in NAZA über mehrere Jahre hinweg Mitglieder der israelischen Streitkräfte und des Geheimdiensts interviewt. Über den Dächern von Tel Aviv berichten die Militärs anonym von einer israelischen Kriegstaktik, die das Töten von Zivilist*innen billigend in Kauf nehmen würde. Unter anderem würde für jedes Ziel auf höherer Kommandoebene die Anzahl der menschlichen „Kollateralschäden“, also der zulässigen zivilen Opfer, auf Hebräisch „nezek agavi" (kurz "Naza“) festgelegt und könnte bei einzelnen Einsätzen in die Hunderte gehen. Zum Einsatz kommen verstärkt auch KI und computergestützte Operationen, die eine Distanz zu den Kriegshandlungen herstellen.
NAZA wurde in Kooperation mit dem Guardian produziert und gewann beim diesjährigen Filmfestival in Venedig den Spezialpreis der Jury. In Israel hat Kulturminister Miki Zohar erwogen, ob dem Regieduo wegen „Landesverrat“ die Staatsbürgerschaft entzogen werden könne.


