Sense, Shaped by Land + The Lost Cache

Sense (33')
(Sprache: Niederländisch; Untertitel: Englisch; 2026; Regie: Tim Schiphorst, Bob van Unnik)

Bewegende Snowboard-Doku über Neuanfänge und die Suche nach dem eigenen Weg.
Für Cees Wille ist Street Snowboarding mehr als ein Sport, es ist seine Identität. Mit spektakulären Tricks und kompromisslosem Einsatz lebt er für die nächste Herausforderung. Doch ein schwerer Unfall beendet dieses Leben von einem Moment auf den anderen.
Was folgt, ist eine intensive Reise durch Rehabilitation, Zweifel und die Frage, wer man ist, wenn alles Vertraute wegbricht. Die Regisseure Tim Schiphorst und Bob van Unnik, selbst tief in der Snowboardszene verwurzelt, erzählen diese Geschichte mit großer Nähe und Authentizität.
Aus einem actionreichen Snowboardfilm wird so ein berührendes Porträt über mentale Stärke, Selbstfindung und zweite Chancen. Sense zeigt eindrucksvoll, dass die größten Herausforderungen oft nicht auf Railings und Treppen lauern, sondern im Leben selbst. Ein ehrlicher Film über das Aufstehen nach dem tiefsten Sturz und eine hervorragende Werbung für das Helmtragen.
Filmkritik vom DMFF (Dutch Mountain Film Festival)

Shaped by Land (16')
(Sprache: Englisch, Grönländisch, Dänisch; Untertitel: Englisch; 2025; Regie: Emily Sullivan)

Ein wunderschöner, eindringlicher Dokumentarfilm über Skifahren, Identität und nachhaltigen Tourismus in Grönland.
Grönland zieht Abenteuer-Suchende aus aller Welt an, aber wer profitiert eigentlich von diesem wachsenden Interesse? Shaped by Land begleitet Adam Kjeldsen, einen der wenigen einheimischen Skiführer in Grönland. Während ausländische Unternehmen einen Großteil des Skitourismus beherrschen, versucht er, einen anderen Weg zu finden: verwurzelt im Land, in der lokalen Gemeinschaft und in der Kultur.
Regisseurin Emily Sullivan nutzt spektakuläre Berglandschaften nicht nur als malerische Kulisse, sondern erzählt eine umfassendere Geschichte über Identität, Verbundenheit und Verantwortung. Kjeldsens Liebe zum Skifahren geht Hand in Hand mit seinem Wunsch, den Tourismus nachhaltiger und lokaler zu gestalten. Damit wirft Shaped by Land ohne belehrenden Ton eine wichtige Frage auf: Wer darf bestimmen, wie eine Landschaft erlebt und genutzt wird? Die wunderschönen Bilder aus Grönland beeindrucken, doch es sind die Stimmen der Einheimischen, die dem Film seine Kraft verleihen. Ein kurzer, aufrichtiger Dokumentarfilm, der zeigt, dass Abenteuer und Respekt vor einem Ort hervorragend miteinander vereinbar sind.
Filmkritik von Daan Kusen

The Lost Cache (63')
(Sprache: Englisch; Untertitel: Englisch; 2026; Regie: Todd Jones)

Außergewöhnlich spannende Suche nach einer legendären verschollenen Ausrüstung.
Als der legendäre Alpinist und Luftbildfotograf Bradford Washburn 1937 den Mount Lucania im Yukon erstmals bestieg, war er gezwungen, einen Teil seiner wertvollen Ausrüstung auf dem Walsh Glacier zurückzulassen, darunter eine einzigartige Kamera für Luftaufnahmen. Ist es möglich diesen Schatz wiederzufinden?
Fast neun Jahrzehnte später folgt The Lost Cache den Spuren dieser Geschichte. Freeskier Griffin Post, Glaziologin Dora Medrzycka und ein Team aus Wissenschaftler:innen, Bergsportler:innen und Entdecker:innen wagen sich in eine der entlegensten Regionen Nordamerikas, um die verlorene Ausrüstung aufzuspüren. Mithilfe glaziologischer Berechnungen versuchen sie nachzuvollziehen, wie sich Gletscherbewegungen und Schmelzprozesse über Jahrzehnte auf den Verbleib der Ausrüstung ausgewirkt haben.
Was als Spurensuche nach einem verschollenen Gegenstand beginnt, entwickelt sich zu einer faszinierenden Geschichte über Entdeckergeist, Beharrlichkeit und die Geschichten, die Berge und Gletscher über Generationen hinweg bewahren. Vor der spektakulären Kulisse des Yukon verbindet Regisseur Todd Jones packende Expedition, Wissenschaft und Alpingeschichte zu einem außergewöhnlichen Dokumentarfilm.
Filmkritik vom DMFF (Dutch Mountain Film Festival)

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