Paria Moraghebi – I’m resting between your unspoken words

Laufzeit
50 min.

In seinem Dokumentarfilm "Taze Nafas Ha" (The Newcomers, IRN 1979) fängt der Filmemacher Kianoosh Ayari Teheran kurz nach der Revolution ein. Die Soundscape von Teheran ist eine permanente Reizüberflutung im Film: sich überlappende Straßeninterviews, aufgepeitschte Parolen, dichter Verkehrslärm und sogenannte revolutionäre Lieder. Dieser Ton transportiert die psychische und politische Überforderung einer Gesellschaft, die ihre Identität im Moment des radikalen Wandels neu verhandelt.

Paria Moraghebi begreift "Taze Nafas Ha" als akustisches Archiv des kollektiven Gedächtnisses einer Stadt. Sie collagiert das Filmmaterial nach akustischen Kriterien, ergänzt es um Interviews, elektronische Live-Musik und essayistische Texte zu einer Lecture Performance.

Paria Moraghebi (geboren 2000 in Teheran) arbeitet mit Sound und Film. Sie sammelt Klänge, gräbt in Archiven und fragt, was von einem Ort bleibt, wenn man ihn verlassen hat. Sie studiert an der Universität Bremen. (c46)

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