
Off the Mark
- Regie
- Wera Uschakowa
- Laufzeit
- 114 min.
- Jahr
- 2024
Die Temperaturen in Nordnorwegen steigen stetig an und die Zerstörung der Umwelt nimmt zu. Seit Jahren spüren die deutschen Hundeschlittenfahrer Willem und Steffi Betzel die großen Veränderungen in der Wildnis hautnah. Deshalb haben sie beschlossen, selbst aktiv zu werden, um die empfindliche arktische Natur zu schützen. Ein erster Ansatzpunkt ist Mikroplastik, da es den Einfluss des Menschen auf die Umwelt deutlich macht. Zu wissen, wie viel Verschmutzung es gibt und woher sie kommt, ist der Grundstein für einen Naturschutzansatz. Die Menschen, die im Norden am stärksten von Mikroplastik und Klimawandel betroffen sind, sind die Sami, eines der letzten indigenen Völker Europas. Für die Sami bedeutet das Leben mit der Natur, die Natur zu nutzen. Die Arktis erwärmt sich dreimal so schnell wie der globale Durchschnitt und hat bereits verheerende Folgen für die Tierwelt, aber auch für kulturelle Praktiken wie die Rentierzucht. Die norwegische Regierung ist der Ansicht, dass das Land mit dem sogenannten "Green Shift" die Energiesicherheit und den Klimawandel in Angriff nehmen wird. Das Streben nach einer kohlenstoffarmen Gesellschaft erfordert die Entwicklung von mehr erneuerbaren Energien und den Abbau von mehr Mineralien. Wenn der "Green Shift" jedoch nur zur Ausbeutung von Ressourcen, zur Zerstörung der Natur und zum Verlust von Land in den Gebieten der Sámi führt, entsteht eine existenzielle Bedrohung, die das Volk der Sámi an seine physischen und psychischen Grenzen bringt.


