Rencontrez Caroline Monnet – Kurzfilmprogramm

Regie
Caroline Monnet
Laufzeit
80 min.

Caroline Monnet ist eine multidisziplinäre Künstlerin anishinaabischer und französischer Herkunft. Ursprünglich aus der Region Outaouais stammend, lebt und arbeitet sie in Mooniyang/Montreal. Sie gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunst- und Filmszene Kanadas. In ihren Werken setzt sie sich immer wieder mit den Erzählungen und Traumata der indigenen Bevölkerung auseinander. In zehn Kurzfilmen geben wir einen Überblick über ihr Werk.

THE BLACK CASE (2014 | 13’) erzählt die Geschichte der achtjährigen Elizabeth und ihres kleinen Cousins, die während der Quarantäne in der Krankenstation eines Internats für indigene Kinder eine erschütternde Erfahrung machen. Basierend auf realen Ereignissen, wirft der Film Fragen zu den Ansprüchen und Strategien des Kolonialismus auf. Dieser versuchte, durch Assimilation die Traditionen und sozialen Bindungen der indigenen Bevölkerung zu brechen.

MOBILIZE (2025 | 4’) zeigt Archivaufnahmen, wie Menschen der kanadischen First Nations auf die Dächer der Wolkenkratzer von New York ziehen.
Der surreale Experimentalfilm IKWÉ (2009 | 5’) verwebt die intimen Gedanken der Protagonistin Ikwé mit dem Wissen ihrer Vorfahren.

TSHIUETIN (2016 | 11’) dokumentiert die Tshiuetin Rail Line, die sich durch die wunderschöne Landschaft im Westen Labradors bis in den Nordosten Québecs zieht. Sie ist die einzige Eisenbahnlinie, die sich im Besitz der indigenen Völker befindet.

GEPHYROPHOBIA (2012 | 2’) beschreibt die Angst, eine Brücke zu überqueren.

Die hypnotische Collage CEREMONIAL (2018 | 3’) erforscht rituelle Praktiken der First Nations.

EMPTYING THE TANK (2018 | 10’) begleitet die Chippewa-Kämpferin Ashley Nichols.

In ROBERTA (2014 | 18’) versucht die titelgebende Protagonistin die Langeweile mit Amphetaminen und Alkohol zu bekämpfen.

In CREATURA DADA (2017 | 3’) genießen sechs würdevolle indigene Frauen ein üppiges Festmahl. Eine schillernde Fantasie.

In PIDIKWE (2025 | 10’) verbinden indigene Frauen verschiedener Generationen traditionellen und zeitgenössischen Tanz. Ein audiovisueller Sog entsteht, der die Grenze zwischen Film und Performance verschwimmen lässt.
(fhn)

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