Das Schweigen im Walde

Regie
Alfred Vohrer
Cast
Alexander Stephan, Belinda Mayne, Evelyn Opela
Laufzeit
90 min.
Jahr
1976

Graf Ettingen ist aus seiner Münchner Heimat Luxus gewohnt. Die Zeche zahlt die wunderschöne bayerische Natur: Um die Kassen stets gut gefüllt zu halten, beutet der Graf seinen Forstbesitz gnadenlos aus. Als er bei einem Besuch auf seinen Besitztümern die schöne Sennerin Lore kennenlernt, wird alles anders.

Erst ganz am Ende seiner Kinokarriere, kurz bevor er komplett zum Fernsehen wechselte, widmete sich Vohrer jenem Genre, das mehr als jedes andere mit „Papas Kino“ in Verbindung gebracht wurde, also mit jenem deutschen Mainstreamkino, das weite Teile der Filmkritik einst, wenn überhaupt dann nur mit spitzen Fingern anfassten. Zwei Filme steuerte Vohrer zur bislang letzten Welle von Ludwig-Ganghofer-Kinofilmen bei. DAS SCHWEIGEN IM WALDE zeigt, dass Vohrer auch im Heimatfilm eigene Akzente setzen kann: Geschickt pendelt der Film zwischen großen Gefühlen und untergründiger Selbstironie. Ernst W. Kalinke, der in den 1960ern diverse Karl-May-Filme fotografierte, erweist sich ein weiteres Mal als der Outdoor-Spezialist unter den deutschen Kameraleuten und fängt die Drehorte im Berchtesgadener Land in spektakulären Bildern ein. (fhn)

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