Blick und Haltung

Ort
Hamburg
Termin
Jetzt - 13 September 2026
Ermäßigung für Cineville-Mitglieder
Gratis mit der Cineville-Karte.
Webseite
www.metropolis-hamburg.de

Gisela Tuchtenhagen prägte als eine der ersten Kamerafrauen und Dokumentarfilmerinnen der Bundesrepublik den dokumentarischen Film grundlegend. Mit ihrer präzisen, beobachtenden Bildsprache sowie ihrer respektvollen Haltung gegenüber ihren Protagonist:innen schuf sie Werke, deren politische, gesellschaftliche und ästhetische Relevanz bis heute trägt. Charakteristisch für ihre Arbeit ist das genaue Hinhören. Diese zugewandte Haltung schafft Raum für die Erfahrungen der Personen vor ihrer Kamera und macht soziale Ungleichheiten sowie Arbeits- und Lebenswelten im Spannungsfeld von Migration, Geschlecht und Klasse sicht- und spürbar.

Nach einer Fotografieausbildung studierte Tuchtenhagen von 1968 bis 1971 — in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche und politischer Proteste — an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb).

Anschließend arbeitete sie bis 1979 als Kamerafrau, Co-Autorin und Filmeditorin mit Klaus Wildenhahn zusammen. Es folgten zahlreiche Dokumentarfilme, die sie in eigener Regie und im Auftrag des NDR realisierte. Als Lehrende für Dokumentarfilm an der dffb, der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) und der Fachhochschule Dortmund prägte sie zudem Generationen von Filmemacher:innen.

Gemeinsam mit dem Kollektivkino B-Movie auf St. Pauli (www.b-movie.de) präsentieren wir in diesem Monat eine Auswahl aus ihrem umfangreichen Werk.

Gefördert von MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. (mh)

Alle Filme von Blick und Haltung

Bingo – Zuletzt entscheidet immer das Glück

Dokumentarfilm über allein lebende Landfrauen, die Bingo spielen, um Geld dazuzuverdienen.

Der Wirt, die Kneipe und das Fest

Doku über den Hohnbeerkrog, eine Kneipe, die seit den 1840er Jahren eine Art Oktoberfest in Dithmarschen zelebriert.

Ekmek Parasi – Geld für's Brot

Dokumentarfilm über die Arbeit der türkischen und ostdeutschen Frauen am Fließband der Hawesta-Fischfabrik in Lübeck.

Für Frauen. 1. Kapitel & Sing, Iris, sing. Frauen lernen Männerberufe

Zwei (semi-)dokumentarische feministische Filme von Gisela Tuchtenhagen.

Gretas Geburt

Nach einer Totgeburt muss sich die Geburtshelferin vor Gericht verantworten. Das Urteil verändert ihr Leben drastisch.

Heimkinder

Dokumentarfilm von Gisela Tuchtenhagen über ein Heimerziehungsprojekt mit Jugendlichen in Portugal.

Küche – Theater – Krankenhaus Drei dokumentarische Versuche

Drei dokumentarische Porträts aus dem Dokumentarfilmseminar von Gisela Tuchtenhagen an der dffb.

Mein kleines Kind

Dokumentarfilm von Katja Baumgart, die während ihrer Schwangerschaft erfährt, dass ihr Kind mit schweren Entwicklungsstörungen geboren werden wird.

Töchter zweier Welten

Dokumentarfilm über die Lebensgeschichten der aus der Türkei nach Deutschland migrierten Mutter Şeriban und ihrer Tochter Meral.

Was ich von Maria weiß & 5 Bemerkungen zum Dokumentarfilm

Zwei dokumentarisch-essayistische Filme von Gisela Tuchtenhagen.

Zuneigung – Die Filmemacherin Gisela Tuchtenhagen

Ein Porträt der Filmemacherin Gisela Tuchtenhagen, einer der ersten deutschen Kamerafrauen der 70er Jahre.