Widerstand und Psyche: Frantz Fanon und das Kino

Ort
Nürnberg
Termin
Von jetzt bis zum 31 März 2026
Ermäßigung für Cineville-Mitglieder
Gratis mit der Cineville-Karte.
Webseite
www.kunstkulturquartier.de

Im vergangenen Juli wäre der auf Martinique geborene Theoretiker, Psychiater und Aktivist Frantz Fanon 100 Jahre alt geworden und selten war das Interesse an seinem Schaffen so groß wie heute. Eine dreiteilige Filmreihe geht seinem Einfluß auf das Kino nach.

Fanons Schriften, insbesondere seine Bücher „Schwarze Haut, weiße Masken“ und „Die Verdammten dieser Erde“, zählen zu den wichtigsten theoretischen Grundlagen eines antirassistischen und postkolonialen Denkens. Fanon war während seines kurzen Lebens einflussreich, aber auch umstritten, dies hat sich bis heute fortgesetzt: Er wird von Bewunderer*innen wie Gegner*innen gerne verkürzt zitiert, ohne die Komplexität seiner Texte in ihrer Gänze zu erfassen. Neben seinem Einfluss auf so unterschiedliche Denker*innen wie Malcolm X, Jean Améry, Hannah Arendt oder Jean-Paul Sartre hat Frantz Fanon auch das Kino inspiriert, von dem postkolonialen Spielfilmklassiker DIE SCHLACHT UM ALGIER bis zum jüngst erschienen Biopic FRANTZ FANON, das auf sein Wirken als Psychiater im Algerien der 1950er Jahre eingeht.

Mit drei Filmen nähern wir uns dieser wichtigen Figur der antikolonialen Kritik an und beleuchten unterschiedliche Facetten von Fanons Werk. Zu jedem der Filme gibt es einen einführenden Vortrag. (Filmhaus Nürnberg)

Alle Filme von Widerstand und Psyche: Frantz Fanon und das Kino

Concerning Violence – Nine Scenes from the Antiimperialistic Self-Defence

Verbindet Frantz Fanons Text "Die Verdammten dieser Erde" mit Archivmaterial über die afrikanischen Befreiungsbewegungen der 60er und 70er Jahre.

Frantz Fanon

Spielfilm über Fanons Arbeit in einem psychiatrischen Krankenhaus während seiner Jahre in Algerien.

Schlacht um Algier

Dokumentarisch gehaltene Rekonstruktion wichtiger Episoden des algerischen Unabhängigkeitskampfes zwischen 1954 und 1960.