Eine Veranstaltungsreihe bis Dezember 2026 in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und dem WFDiF – Documentary and Feature Film Studio in Warschau. Begleitet wird die Filmreihe von einer Ausstellung mit 17 Filmplakaten aus der Sammlung des Kinematographie-Museums in Łódź. Die ausgewählten Plakate sind von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern erstellt worden, mehrheitlich aus Polen, darunter international so renommierte Namen wie Franciszek Starowiejski, Waldemar Swierzy, Jan Lenica und Rafal Olbinski.
Andrzej Wajda, einer der bedeutendsten Filmregisseure Polens, wurde am 6. März 1926 in Suwałki als Sohn einer Lehrerin und eines Offiziers geboren. Seine Popularität verdankt er den Filmen, die die sogenannte Polnische Filmschule begründeten: Der Kanal sowie Asche und Diamant, in denen er sich mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzte. Er verfilmte zahlreiche literarische Werke, darunter Das Birkenwäldchen und Das gelobte Land. Er gehörte zu den Mitbegründern des Kinos der moralischen Unruhe, in dessen Rahmen Filme entstanden, die die Missstände des kommunistischen Systems in Polen aufdeckten. Wajdas Schaffen knüpfte an den polnischen Symbolismus und die Romantik an und stellte den Versuch dar, mit den Mythen des polnischen Nationalbewusstseins abzurechnen. Für seine Verdienste um die Entwicklung der Filmkunst wurde er vielfach ausgezeichnet.
Wajda drehte fast 60 Filme. Mit unserer Auswahl hoffen wir, die entscheidenden Momente und Besonderheiten seines Werks überzeugend greifbarer zu machen. (Viola Krizak, Deutsch-Polnische Gesellschaft)



