Retrospektive Andrzej Wajda

Ort
Hamburg
Termin
Jetzt - 4 November 2026
Ermäßigung für Cineville-Mitglieder
Gratis mit der Cineville-Karte.
Webseite
www.metropolis-hamburg.de

Eine Veranstaltungsreihe bis Dezember 2026 in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und dem WFDiF – Documentary and Feature Film Studio in Warschau. Begleitet wird die Filmreihe von einer Ausstellung mit 17 Filmplakaten aus der Sammlung des Kinematographie-Museums in Łódź. Die ausgewählten Plakate sind von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern erstellt worden, mehrheitlich aus Polen, darunter international so renommierte Namen wie Franciszek Starowiejski, Waldemar Swierzy, Jan Lenica und Rafal Olbinski.

Andrzej Wajda, einer der bedeutendsten Filmregisseure Polens, wurde am 6. März 1926 in Suwałki als Sohn einer Lehrerin und eines Offiziers geboren. Seine Popularität verdankt er den Filmen, die die sogenannte Polnische Filmschule begründeten: Der Kanal sowie Asche und Diamant, in denen er sich mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzte. Er verfilmte zahlreiche literarische Werke, darunter Das Birkenwäldchen und Das gelobte Land. Er gehörte zu den Mitbegründern des Kinos der moralischen Unruhe, in dessen Rahmen Filme entstanden, die die Missstände des kommunistischen Systems in Polen aufdeckten. Wajdas Schaffen knüpfte an den polnischen Symbolismus und die Romantik an und stellte den Versuch dar, mit den Mythen des polnischen Nationalbewusstseins abzurechnen. Für seine Verdienste um die Entwicklung der Filmkunst wurde er vielfach ausgezeichnet.

Wajda drehte fast 60 Filme. Mit unserer Auswahl hoffen wir, die entscheidenden Momente und Besonderheiten seines Werks überzeugend greifbarer zu machen. (Viola Krizak, Deutsch-Polnische Gesellschaft)

Alle Filme von Retrospektive Andrzej Wajda

Asche und Diamant

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird der 20-jährige Maciek beauftragt, den neu ernannten kommunistischen Bezirkssekretär zu ermorden.

Das Birkenwäldchen

Ein todkranker junger Mann kehrt aus einem Sanatorium in die Heimat zu seinem Bruder zurück.

Das gelobte Land (1974)

Lodz, am Anfang des 19. Jahrhunderts: Drei ungleiche Freunde träumen von einer eigenen Textilfabrik.

Der Kanal

Ein Offizier führt eine Gruppe polnischer Widerstandskämpfer auf die ausweglose Flucht durch das Kanalisationssystem der Stadt.

Der Mann aus Eisen

Ein Reporter erhält den Auftrag, Material gegen ein Solidarnosc-Mitglied zu sammeln.

Der Mann aus Marmor

Im Jahr 1976 dreht eine junge Frau ihren Abschlussfilm über den Maurer Birkut, der ein stadtbekannter Held der Arbeit war.

Korczak

Der Leidensweg des polnisch-jüdischen Kinderarztes, Schriftstellers und Pädagogen Janucz Korczak.

Ohne Betäubung

Das Schicksal eines angesehenen Journalisten, der von einem Tag auf den anderen seinen Posten an der Universität, seine privilegierte Stellung in der Redaktion und die Liebe seiner Frau verliert.